17.04.2026–20.04.2026
In Chongqing starten die bekannten Drei-Schluchten-Kreuzfahrten auf dem Jangtsekiang. Der Jangtsekiang ist mit 6380 km Länge der längste Fluss Asiens und der drittlängste Fluss der Welt. In vier Tagen/drei Nächten bin ich mit dem Schiff »Victoria Sabrina« flussabwärts von Chongqing nach Yichang gefahren. Eine Fahrt in die entgegengesetzte Richtung würde einen Tag länger dauern.

Abends um 21:00 Uhr ging es am Hafen von Chongqing los, vorbei an den Lichtern der Stadt. Die Strecke auf dem Jangtsekiang bis nach Yichang ist etwa 600 km lang; man kann aber auch noch weiter bis nach Shanghai fahren.


Noch bevor die erste der drei Schluchten erreicht wurde, gab es einige Landausflüge. Zuerst zum Shuanggui-Park am Berg Shunaggui, der seit Jahrhunderten ein Ziel von Künstlern und Literaten ist.


Am folgenden Tag ging es nach Baidicheng, der Stadt des Weißen Kaisers. Der Weiße Kaiser war der ehemalige Warlord Gongsun Shu und lebte im ersten nachchristlichen Jahrhundert. Da das Wasser des Jangtsekiang nach dem Bau der Drei-Schluchten-Talsperre angestiegen ist, steht der Tempel des Weißen Kaisers heute auf einer Insel.




Hinter Baidicheng kommt die erste der drei Schluchten, die Qutang-Schlucht. Der Eingang zu dieser Schlucht heißt Kuimen; er ist auch auf der Rückseite der 10-Yuan-Note abgebildet. Von eine Aussichtsplattform in Baidicheng aus kann man genau die Perspektive der 10-Yuan-Note einnehmen.

Die Qutang-Schlucht ist mit 8 Kilometern Länge die kürzeste und mit 150 Metern Breite die engste der drei Schluchten.




Kurz vor der Einfahrt in die Wu-Schlucht kann man den Jangtsekiang bei Wushan auf der Wushan-Brücke überqueren.

Dann kommt die 44 Kilometer lange Wu-Schlucht.




Für einen Abstecher durch den Shennv-Strom, einem Seitenarm des Jangtsekiangs, mussten wir in kleinere Booten umsteigen.




Die Fahrt durch die Xiling-Schlucht, mit 66 Kilometern die längste der drei Schluchten, verlief während der Nacht. Am nächsten Morgen waren wir dann an der Drei-Schluchten-Talsperre angekommen, wo wir das Schiff bereits am frühen Morgen verlassen mussten und mit einem Bus weitergefahren sind. Vom Tanziling-Park auf 262 Metern Höhe hat man eine Panoramasicht auf die Staumauer, das Schiffshebewerk und die Doppel-Schleusenanlage. Leider hatte sich das Wetter inzwischen eingetrübt.




Von der sogenannten »Plattform 185« aus hat man die beste Sicht auf die 185 Meter hohe Staumauer.

Der Bau der Drei-Schluchten-Talsperre begann im Januar 1995 mit der Errichtung eines Umleitungskanals und dauerte bis zur Inbetriebnahme des Schiffshebewerks im September 2016 mehr als zwanzig Jahre. Das Wasserkraftwerk der Talsperre ist mit einer Leistung von 22,5 Gigawatt das größte der Welt; größere sind allerdings bereits im Bau oder in der Planung.
Der Bus hat uns dann noch in die 38 km entfernte Stadt Yichang gebracht. Dort habe ich nur eine Zwischenübernachtung gemacht und bin am nächsten Tag mit dem Zug nach Qingdao gefahren.

Schreibe einen Kommentar