12.04.2026–17.04.2026
Mit 32 Millionen Einwohnern ist Chongqing, gemessen an der Einwohnerzahl, die größte Stadt der Welt. Jedenfalls dann, wenn man die offiziellen administrativen Stadtgrenzen zugrunde legt. Die Kernstadt Chongqing hat nur etwa sieben Millionen Einwohner, und der flächenmäßig größte Teil der Stadt hat eine ländliche Siedlungsstruktur. Chongqing liegt am Zusammenfluss von Jangtsekiang und Jialing Jiang; hier starten auch die bekannten Drei-Schluchten-Kreuzfahrten. Ein Hochgeschwindigkeitszug von Chengdu nach Chongqing benötigt nur 75 Minuten.
Chengdu wird auch als Bergstadt bezeichnet. Mein Hostel in Chongqing, wieder eines der bekannten Desti-Hostel-Kette, lag an der Shancheng-Gasse, einer historischen Gasse in einer bergigen Gegend mit vielen Treppen. Tagsüber ist die Shangcheng-Gasse von Touristen überlaufen.



Wenn man aus dem touristischen Gebiet herausläuft, kommt man an Resten der alten Stadtmauer vorbei. Das Tongyuan-Tor ist das am besten erhaltene Stadttor Chongqings. Figuren illustrieren hier eine Stadtbelagerung.



Auch Tempel gibt es in Chongqing. Inmitten von Hochhäusern befindet sich der Arhat-Tempel. Er ist Sitz der Buddhistischen Vereinigung von Chongqing.


Im Tempel befindet sich eine zwanzig Meter lange Steinskulptur mit mehr als vierhundert in Stein gehauenen Statuen aus der Zeit der Song-Dynastie.


Die sechzehn Arhat-Statuen in der Großen Halle und die 524 Arhat-Figuren aus Ton in der Arhat-Halle durften leider nicht fotografiert werden. Als Arhats werden im chinesischen Buddhismus die ersten Anhänger Buddhas bezeichnet.
Im 18. und 19. Jahrhundert errichteten zugewanderte Kaufleute in Chongqing Versammlungshäuser. Die Huguang-Zunfthalle befindet sich am linken Steilufer des Jangtsekiang im heutigen Stadtteil Yuzhong. Sie wurde aufwendig restauriert.


Das größte und älteste Gebäude der Huguang-Zunfthalle ist der Yuwang-Palast. In ihm wird Yu der Große, ein Nachfolger der fünf mythischen Urkaiser Chinas und achtfacher Urenkel des Gelben Kaisers, verehrt.


Auf einer organisierten Tagestour durch Chongqing habe ich einige mehr oder weniger skurrile Attraktionen der Stadt gesehen. Die Huangguan-Rolltreppe wurde 1996 fertiggestellt und hat eine Länge von 112 Metern. Früher war sie mit 53 Metern Höhe einmal die höchste Rolltreppe der Welt.

Die Metro-Station Liziba befindet sich im sechsten bis achten Stockwerk eines neunzehnstöckigen Hochhauses, und man kann von der Straße aus sehen, wie die Bahn aus dem Haus heraus- oder in das Haus hereinfährt.

Auf dem Gelände des »Erchang Culture and Creative Parks« befand sich früher eine Druckerei, bevor 1912 hier das Kunstzentrum »Testbed 2« entstand.


Auf dem Kuixing-Gebäude gibt es einen weitläufigen Platz. Wenn man von dort herunterschaut entsteht die Illusion, das Erdgeschoss wäre gleichzeitig die 22. Etage des Gebäudes.

Von der Aussichtsplattform »131 Sky Observatory« auf dem Dach des World Finance Centers hat man normalerweise eine gute Aussicht auf die Stadt. Leider war das Wetter nicht das beste.

Am Südufer des Jangtsekiang liegt Longmenhao mit einer der am besten erhaltenen traditionellen Straßen Chongqings.

Die Hongya-Höhle am Südufer der Jialing Jiang ist ein elfstöckiger Gebäudekomplex mit traditionellen Stelzenhäusern.

Die Felsskulpturen von Dazu
15.04.2026
Dazu ist, obwohl 130 km vom Zentrum Chongqings entfernt, ein Stadtbezirk Chongqings. Berühmt ist Dazu für seine Felsskulpturen, die auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen. Die meisten Skulpturen sind buddhistisch, es gibt aber auch konfuzianische und daoistische Motive. Die ältesten Skulpturen stammen aus dem 7. Jahrhundert, die jüngsten aus dem 13. Jahrhundert; die Bemalung der Skulpturen ist zum Teil noch recht gut erhalten. Die beiden archäologischen Hauptstätten in Dazu, Beishan und Baodingshan, habe ich auf einer organisierten Tagestour besichtigt. Zuerst ging es nach Beishan.






Dann ging es nach Baodingshan.








Vom liegenden Buddha in einer Nische ist nur der obere Teil sichtbar. Den unteren muss man sich dazudenken.

Das Prunkstück in Baodingshan ist ein mit Blattgold vergoldeter tausendarmiger Avalokiteshvara. Tatsächlich hat er sogar 1007 Arme.


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