23.02.2026–25.02.2026
Nach Fuzhou bin ich eigentlich nur gefahren, um von da aus mit Fähren nach Taiwan zu gelangen. Früher gab es einmal mehrere direkte Personenfähren zwischen dem chinesischen Festland und Taiwan. Inzwischen haben jedoch alle diese Fähren ihren Betrieb eingestellt. Eine einzige Möglichkeit, ohne zu fliegen nach Taiwan zu gelangen, gibt es aber noch. Und zwar nimmt dafür zunächst eine Fähre von Fuzhou zur Insel Nangan, der Hauptinsel der bereits zu Taiwan gehörenden Matsu-Inseln, und von da aus eine Anschlussfähre nach Keelung.
Allerdings gibt es in Fuzhou auch einiges zu sehen, z. B. Sanfang Qixiang, auf deutsch »drei Gassen und sieben Alleen«. In dem aus drei Gassen und sieben Alleen bestehenden Ortsteil Sanfang Qixiang stehen Häuser aus der Zeit der Ming- und der Qing-Dynastie. Auch eine Ausstellungshalle über die »Seidenstraße der Meere« gibt es.




Auf der mitten durch Sanfang Qixiang verlaufenden breiten Nanhou-Straße wimmelte es von chinesischen Touristen.


Ein anderes historisches Viertel in Fuzhou ist Shangxiahang. Es liegt am Min-Fluss und war früher ein Knotenpunkt der »Seidenstraße der Meere«.




Im Yongde-Gildehaus in Shangxiahang trafen sich die Kaufleute der Handelsgilden.

Der chinesische Gelehrte und Beamte Lin Zexu kämpfte im 19. Jahrhundert gegen den Opiumhandel. Seine Vernichtung von 20.000 Kisten Opiums, das er von den Briten konfisziert hatte, war der Auslöser des Ersten Opiumkriegs, der 1842 mit der Niederlage Chinas und der Abtretung Hongkongs an Großbritannien endete. In Fuzhou informieren die Ausstellungen in der »Lin Zexu Memorial Hall« über das Leben Lin Zexus.


Auch der chinesische Spielfilm »Der Opiumkrieg« von Xie Lin aus dem Jahr 1997 handelt von Lin Zexu und dem Ersten Opiumkrieg.

Schreibe einen Kommentar