Die Grenzen der Welt

Eine Welterkundung


Shenzhen

Shenzhen

06.02.2026–10.02.2026

In Shen­zhen habe ich in einem Zim­mer des LOFT Youth Hos­tels im Stadt­teil OCT-LOFT der soge­nann­ten »Chi­ne­se Over­se­as Town« OCT über­nach­tet. OCT-LOFT ist ein hip­pes Vier­tel mit tren­di­gen Cafés, Restau­rants, Bou­ti­quen und Kunst­ga­le­rien, und man fühlt sich hier wie in einer ande­ren Welt. Es liegt etwas außer­halb des Zen­trums Shen­zhens, ist aber bequem mit der U-Bahn zu errei­chen.

Etwas süd­lich von OCT-LOFT liegt die Shen­zhen-Bucht. Von der Ufer­pro­me­na­de aus kann man Hong­kong sehen und eine Auto­bahn­brü­cke führt über die Shen­zhen-Bucht nach Hong­kong.

Das höchs­te Gebäu­de in Shen­zhen ist das Ping An Inter­na­tio­nal Finan­ce Cen­ter im Stadt­teil Futi­an. Es ist das zweit­höchs­te Gebäu­de in Chi­na und das fünft­höchs­te welt­weit.

Am Citi­zen Squa­re in Futi­an gibt es am Wochen­en­de abends eine Light Show.

Shen­zhen ist bekannt als Ort für die neu­es­te chi­ne­si­sche Tech­no­lo­gie. Die kann man u. a. im »Shen­zhen Sci­ence & Tech­no­lo­gy Muse­um« sehen. Das Muse­um, das erst am 1. Mai 2025 eröff­net hat, liegt etwas außer­halb im Stadt­teil Guang­ming. Man kommt aber leicht mit der U-Bahn hin.

Um die Zukunft auch haut­nah erle­ben zu kön­nen, habe ich mir in Shen­zhen eine etwas teu­re pri­va­te »Shen­zhen Future Tech Tour« gegönnt. Mor­gens wur­de ich direkt am Hos­tel abge­holt, und wir fuh­ren zunächst mit dem Taxi zu einem der vie­len Robo­ter­lä­den Shen­zhens, wo man z. B. chi­ne­si­sches Schach (Xiang­qi) gegen einen KI-gestütz­ten Robo­ter spie­len kann. Dafür muss man aller­dings die Regeln für chi­ne­si­sches Schach ken­nen.

Sel­fies macht man in Zukunft mit Sel­fie-Droh­nen.

Die KI-Bril­le blen­det alle mög­li­chen Infor­ma­tio­nen in das Sicht­feld ein. Nach euro­päi­schem Recht ist die Nut­zung einer sol­chen Bril­le im öffent­li­chen Raum aus Daten­schutz­grün­den aller­dings nicht erlaubt.

Ein 3D-Dru­cker hat für mich eine klei­ne gel­be Bud­dha-Figur her­ge­stellt.

Pia­nis­ten wer­den zukünf­tig über­flüs­sig und durch Robo­ter ersetzt.

Auch Baris­tas braucht man nicht mehr. Der Baris­ta-Robo­ter kann aus einem ein­ge­scann­ten Bild einen Cap­puc­ci­no zau­bern.

Die huma­no­iden Robo­ter kön­nen aller­dings bis­her nicht mehr als nur her­um­tan­zen. Ich wür­de mir einen sol­chen als But­ler wün­schen. Der soll­te dann aber etwas mehr kön­nen.

Dafür kann der pfle­ge­leich­te KI-Robo­ter-Hund bereits heu­te schon (fast) alles, was ein ech­ter Hund kann.

Nach dem Besuch des Robo­ter­la­dens sind wir von der hyper­mo­der­nen Metro-Sta­ti­on Ganxia North aus ein Stück mit einer selbst­fah­ren­den U-Bahn gefah­ren. Es stand aller­dings noch eine Per­son zur Über­wa­chung der Fahrt am Fah­rer­pult, und was dann der Unter­schied zur Münch­ner U-Bahn ist, ist mir nicht ganz klar gewor­den.

Das Zen­trum all der­je­ni­gen, die in den Tech-Unter­neh­men Shen­zhens arbei­ten, ist der Shen­zhen Talent Park und der dar­an angren­zen­de neue Shen­zhen Bay Cul­tu­ral Park.

Hier befin­det sich auch eine Lie­fer­sta­ti­on für Droh­nen. Wir haben uns einen Kaf­fee lie­fern las­sen kann, der nach eini­ger Zeit auch unbe­scha­det ankam. Der Andrang der Droh­nen auf die Lie­fer­sta­ti­on war aller­dings ziem­lich groß, und wir muss­ten auf unse­ren Kaf­fee etwas war­ten.

Den Kaf­fee habe ich dann auf dem Weg zum fah­rer­lo­sen Robo­ta­xi getrun­ken, mit dem es am Nach­mit­tag wie­der zurück zum Hos­tel ging.

Die Tech-Tour hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich den prak­ti­schen Nut­zen bei den meis­ten Din­gen noch nicht erken­nen konn­te. Auch das fah­rer­lo­se Robo­ta­xi kann man nicht über­all in Shen­zhen anfor­dern, und es fährt nur auf Haupt­stra­ßen mit über­sicht­li­chem Ver­kehr.


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