20.12.2025–23.12.2025
Kobe ist eine Hafenstadt auf der Hauptinsel Honshu. Direkt am Hafen befindet sich das Einkaufs- und Unterhaltungsviertel »Harborland«. Nachdem der Hafen von Kobe im Jahr 1868 für Ausländer geöffnet wurde, ließen sich viele Händler und Diplomaten aus dem Westen in den Stadtteilen Kyū kyoryū-chi und Kitano-cho nieder. Kitano-cho ist heute eine Touristenattraktion. Viele der ehemaligen Wohnhäuser kann man besichtigen, z. B. das English House aus dem Jahr 1907.


Das Yokan Nagaya aus dem Jahr 1904 ist französisch möbliert. Der ehemalige Bewohner ist offenbar mit einem Schiff der Cunard Line nach Japan gekommen.


Das älteste Gebäude in Kitano-cho ist Ben’s House. Es stammt aus dem Jahr 1902 und war das Wohnhaus des Jägers und Weltreisenden Ben Allison.


Das Sakanou-no-Ijinkan ist das ehemalige chinesische Konsulat. Es ist im chinesischen Stil eingerichtet.


Oben am Hang steht das imposante Uroko House.


Auch viele Chinesen kamen nach der Öffnung Japans nach Kobe. Sie gründeten die Chinatown Nankin-machi.


Kobe ist berühmt für sein »Kobe Beef«, eine besondere Art von Rindfleisch, das von sogenannten Tajima-Rindern aus der Region stammt. Wegen der aufwendigen Haltung dieser Rinder ist das Kobe-Rindfleisch besonders teuer. Ich habe für mein Essen in einem Restaurant umgerechnet mehr als 80 Euro bezahlt. Das Fleisch wurde vor meinen Augen zubereitet.


Auch für die Herstellung von Sake ist Kobe bekannt. Im Sake-Viertel in Nada befinden sich mehrere renommierte Sake-Brauereien. Einige davon, z. B. die Kiku-Masamune– und die Hakutsuru-Brauerei, haben kleine Museen, die über die Herstellung von Sake informieren.


Es gibt auch geführte Touren durch die Brauereien mit anschließenden Sake-Verkostungen. In der Hakutsuru-Brauerei kann man Sake aus einem Sake-Automat probieren.
Burg Himeji
21.12.2025
In der Nähe von Kobe liegt die Stadt Himeji mit seiner berühmten Burg. Die Gebäude der Burg haben den Zweiten Weltkrieg heil überstanden und stammen aus dem frühen 17. Jahrhundert. Zwischen 2009 und 2015 wurden sie renoviert. Auf das Burggelände gelangt man durch das Ote-mon hinter der Sakuramon-bashi-Brücke, die über den Burggraben führt. Vom Bahnhof in Himeji aus sind es bis dahin etwa 15 Minuten zu Fuß.

Zum Hauptturm der Burg sind es dann noch einmal 10 Minuten.


In der Verfilmung des Romans »Shogun« von James Clavell diente die Burg Himeji als Ersatz für die Burg Osaka. Auch einige Szenen des Films »Last Samurai« von Edward Zwick sind hier gedreht worden.

Neben der Burg befindet sich der 1992 eröffnete Garten Koko-en. Im Restaurant des Gartens werden japanische Gerichte serviert.


Von Kobe aus wollte ich eigentlich eine Fähre nach Shanghai nehmen. Die vom Unternehmen Jian Zhen Hao betriebene Fähre fährt einmal pro Woche nach Shanghai, abwechselnd von Osaka und Kobe aus. Das Ticket für die Fähre am 23. Dezember hatte ich bereits bei meinem Aufenthalt in Osaka gebucht. Dann wurde die Personenbeförderung auf den Fähren nach Shanghai jedoch plötzlich eingestellt, angeblich wegen Sicherheitsbedenken. Der eigentliche Grund dafür dürften allerdings politische Streitigkeiten zwischen Japan und China sein, wie aus diesem Artikel des Magazins »Sumikai« hervorgeht. Im Internet hatte ich als Alternative zur Fährverbindung eine Kreuzfahrt nach Hongkong gefunden, die am 26. Dezember von Tokio aus losging. Eigentlich wollte ich ja keine Kreuzfahrt mehr machen, aber ich wollte auch nicht nach China fliegen und habe mich dann deshalb doch für die Kreuzfahrt entschieden. Es war eine Kreuzfahrt des Unternehmens Costa Crociere, das 2012 durch einen Unfall mit 32 Toten in die Schlagzeilen gekommen war. Während der einwöchigen Kreuzfahrt auf der Costa Serena habe ich allerdings keine Landausflüge gemacht, da ich in den angefahrenen japanischen Orten ja bereits gewesen bin. Vor der Abfahrt hatte ich in Tokio noch die bei meinem ersten Besuch verpasste Gelegenheit, eine Vorstellung im Kabuki-Theater zu sehen.

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