16.12.2025–20.12.2025
Beppu liegt im Nordosten der Insel Kyushu. Die Stadt ist bekannt durch seine mehr als 3700 Thermalquellen und seine acht sogenannten Jigoku, Quellen, aus denen kochendheißes Wasser heraussprudelt. Jigoku ist das japanische Wort für Diyu, das die buddhistische Unterwelt bezeichnet. Die Jigoku von Beppu werden daher auch die »Sieben Höllen von Beppu« genannt; eine achte Jigoku mit dem Namen Akaike gehört nicht zu diesen »Sieben Höllen«. Auf einem Rundgang Beppu Jigoku Meguri kann man die Höllen besichtigen.
Das 98 Grad heiße türkisblaue Wasser der Umi Jigoku wird zum Kochen von sogenannten Onsen-Eiern verwendet.

In einem kleinen Garten wachsen hier wegen der hohen Temperaturen tropische Pflanzen.

In unmittelbarer Nähe der Umi Jigoku befindet sich eine Jigoku mit dem Namen Akaike. Sie hat blutrotes Wasser und gehört nicht zu den »Sieben Höllen von Beppu«.

In der Oniishibozu Jigoku blubbert heißes Wasser aus grauem Schlamm.

Das Wasser der Kamado Jigoku wechselt je nach Temperatur und Wetter seine Farbe. Auf dem Weg um die Hölle herum gibt es eine Stelle, an der man das Wunder wirkende Wasser aus einem Pappbecher trinken kann.

Die warme Umgebung der Oniyama Jigoku eignet sich zur Aufzucht von Krokodilen. Etwa 80 Krokodile gibt hier.


Der Dampf des milchigen und hellblauen Wassers der Shiraike Jigoku ermöglicht die Aufzucht von Piranhas und Pirarucus.

Die Chinoike Jigoku liegt etwas entfernt von den anderen Höllen. Ihr Wasser ist blutrot.

Direkt neben der Chinoike Jigoku befindet sich die Tatsumaki Jigoku, ein Geysir, der alle 30 bis 40 Minuten für ein paar Minuten ausbricht. Damit er nicht 30 Meter in die Höhe schießt, wurde zum Schutz der Umgebung ein künstliches Felsendach errichtet. Beobachten durfte man den Geysir nur in ausreichender Entfernung von einer Zuschauertribüne aus.

An einigen der Jigoku gibt es Fußbäder mit warmen Jigoku-Wasser. Außerdem gibt es in Beppu eine Reihe von Onsen zum Baden; das bekannteste ist das 1879 gebaute Takegawara Onsen. Neben dem üblichen Onsen-Bad werden hier auch Sandbäder angeboten, in denen man in warmen Sand gehüllt wird. Habe ich aber nicht gemacht.

Ein anderes Onsen, das Ekimae Koto, ähnelt von außen einem Fachwerkhaus. Innen ist es ziemlich spartanisch, vielleicht so, wie ein typisches Onsen vor 100 Jahren ausgesehen hat. Der Eintritt zu diesem Onsen war sehr preiswert.

Hier noch ein besonderes Highlight aus Beppu: der Yayoi Tengu.

Ein Tengu ist ein japanisches Fabelwesen, das häufig mit einer langen roten Nase dargestellt wird. Am Yayoi Tengu kann man einen Wunsch auf ein Ema, ein kleines Holztäfelchen, schreiben und an die Wand hängen. Wenn man dann auch noch 500 Yen in den Opferkasten wirft, geht der Wunsch bestimmt in Erfüllung.

Kitsuki
19.12.2025
In die Burgstadt Kitsuki kann man von Beppu aus einen Tagesausflug mit Bahn und Bus machen. Vom Busbahnhof in Kitsuki aus sind es bis zur Burg noch etwa 15 Minuten zu Fuß. Die Mini-Burg, in der zuletzt der Nomi-Zweig der Matsudaira-Familie residiert hat, scheint nicht von vielen Touristen besucht zu werden. Innen befindet sich ein kleines Museum. Unbedingt fotografieren muss man die Burg mit dem ikonischen Stein im Vordergrund.

Wenn man einen Kimono trägt, ist der Eintritt zu allen Sehenswürdigkeiten in Kitsuki gratis. Ansonsten kann man ein Kombi-Ticket kaufen, in dem alle Sehenwürdigkeiten enthalten sind. Ich hatte leider keinen Kimono an.

Besser als die Burg haben mir die Häuser der Samurai-Viertel gefallen. Es gibt in Kitsuki zwei davon; das bekannteste ist das nördliche Viertel an der Kanjobanosaka Slope.

In der Isoya-Residenz befindet sich ein kleines Museum mit Tuschezeichnungen.



In der Ohara-Residenz lebte früher, wie der Name schon sagt, die Samurai-Familie Ohara (nicht die aus dem Film »Vom Winde verweht«).



Die Nomi-Residenz hat einen schönen Garten, und es gibt dort auch ein leckeres Mittagessen.



Die prachtvolle Residenz von Sadayoshi Hitotsumatsu befindet sich im südlichen Samurai-Viertel an einem Hang mit Blick auf die Burg.

In der Nähe der Hitotsumatsu-Residenz gibt es eine Aussichtsplattform, von der aus man die Burg auch sieht.


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