09.12.2025–12.12.2025
Die Stadt Hiroshima ist durch den Abwurf der ersten Atombombe am 6. August 1945 bekannt. Der Einschlag der Bombe erfolgte direkt im historischen Zentrum Hiroshimas. 70.000 Menschen waren sofort tot; insgesamt starben Schätzungen zufolge etwa 140.000 Menschen an den Folgen des Atombombenabwurfs. Das 1915 fertiggestellte Gebäude, das heute Friedensdenkmal oder Atombombenkuppel heißt, war zur Zeit des Atombombenabwurfs die »Halle zur Förderung der Industrie der Präfektur Hiroshima«. Es steht nur 140 Meter vom Epizentrum der Explosion entfernt. Auf einem Foto auf der gegenüberliegenden Seite des Ota-Flusses sieht man, wie es vor dem Abwurf der Atombombe ausgesehen hat.

1966 wurden die Reste des Gebäudes zum Weltkulturerbe erklärt. Von den USA wurde die Erklärung abgelehnt.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Ota-Flusses befindet sich auf einer Flussinsel der Friedenspark mit verschiedenen Denkmälern, z. B. dem steinernen Kenotaphen mit einer Liste von verstorbenen Opfern beider Atombombenabwürfe. 2015 enthielt die Liste laut Wikipedia 297.684 Personen; darin sind allerdings auch die Opfer des Atombombenabwurfs auf Nagasaki enthalten.

Die Friedensglocke wurde 1964 gestiftet. An jedem 6. August wird hier um 8:15 Uhr eine Schweigeminute eingeläutet.

Das Kinder-Friedensmonument ist Sadako Sasaki gewidmet, die im Alter von 12 Jahren an Leukämie als Spätfolge der Verstrahlung starb. Vor ihrem Tod hatte sie in der Hoffnung auf Heilung etwa 1600 Origami-Kraniche gefaltet. Einer japanischen Legende zufolge soll man, nachdem man 1000 solcher Kraniche gefaltet hat, einen Wunsch von den Göttern erfüllt bekommen.

Im Friedensmuseum kann man das ganze Ausmaß des Atombombenabwurfs und das dadurch verursachte Leid anhand dokumentierter Einzelschicksale nachempfinden.
Die Burg Hiroshima wurde ursprünglich in den 1590er Jahren errichtet und ist durch den Atombombenabwurf vollständig zerstört worden. 1958 wurde sie zum Teil wieder aufgebaut und enthält heute ein kleines Museum.




Außerdem gibt es in Hiroshima noch einen kleinen japanischen Wandelgarten, den Shukkei-en, zu sehen. Auch der ist 1945 vollständig zerstört worden und wurde 1964 teilweise wiederhergestellt.


Nach einem kurzen Aufenthalt in Hiroshima ging es mit dem Shinkansen weiter nach Nagasaki, natürlich wieder mit einem leckeren Bento im Gepäck.


Nagasaki liegt auf der Insel Kyushu. Die Shinkansen-Strecke nach Nagasaki war allerdings noch nicht durchgehend fertiggestellt, und ich musste zwischen den Orten Hakata und Takeo-Onsen in einen anderen Zug wechseln.

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