25.09.2025–28.09.2025
Die Stadt Seattle im US-Bundesstaat Washington wurde nach dem Häuptling Seattle der Duwamish und Suquamish, zweier Stämme der Küsten-Salish, benannt. Sie liegt an der Elliot Bay im Puget Sound, einer Bucht in der Salish Sea. Die beliebteste Touristenattraktion in Seattle ist der Pike Place Market. In mehreren Geschossen zwischen dem Pike Place und der Uferpromenade befinden sich dort viele Geschäfte, Märkte und Restaurants.

Im Pike Place Fish Market werfen sich die Fischhändler gegenseitig Fische zu und werden dabei von Touristen fotografiert.

1971 wurde in Seattle die erste Starbucks-Filiale eröffnet. Die Filiale, die heute am Pike Place steht, ist allerdings bereits die zweite Filiale. Die erste stand fünf Jahre lang woanders und ist 1976 an den heutigen Ort verlegt worden. Trotzdem pilgern viele Leute dahin und stehen Schlange für einen Kaffee. Mir war die Schlange zu lang.

Der neue Waterfront Park an der Uferpromenade unterhalb des Pike Place Market ist erst im September 2025 eröffnet worden. Der alte Waterfront Park wurde 2020 nach einer nicht bestandenen Inspektion aus Sicherheitsgründen geschlossen.


Vom Waterfront Park aus kann man in der Ferne die Space Needle sehen, die zwischen den Hochhäusern von dort aus recht klein wirkt.

Die Space Needle wurde 1962 zur Weltausstellung Century 21 Exposition gebaut, die damals im Zeichen des Wettlaufs ins All stand. Seitdem ist sie ein Wahrzeichen Seattles. Oben gibt es ein Drehrestaurant. Ich bin aber nicht hochgefahren.

Im Jahr 1889 gab es in Seattle einen Großbrand. Da die Häuser damals vorwiegend aus Holz gebaut wurden, sind damals weite Teile der Innenstadt verbrannt. Danach wurde Seattle wiederaufgebaut, diesmal mit Ziegeln und Stein. Außerdem wurde beschlossen, die neue Innenstadt »anzuheben«. Vorher funktionierte das Abwassersystem nämlich bei Hochwasser nicht; da die alte Innenstadt ungefähr auf Meereshöhe lag, spülten die Toiletten bei Hochwasser rückwärts. Die Bauarbeiten dauerten allerdings ziemlich lange und waren erst um 1900 abgeschlossen. Die in der Zwischenzeit gebauten Häuser wurden bereits auf das zukünftige Straßenniveau ausgerichtet und konnten zwischenzeitlich auf höhergelegenen provisorischen Fußgängerwegen erreicht werden. Bei einigen Häusern hat man sich offenbar verrechnet. Im Stadtteil Pioneer Square gibt es Häuser mit einem funktionslosen Eingang im ersten Stock.

Die durch die »Anhebung« der Innenstadt entstandenen unterirdischen Gänge und Keller gerieten in Vergessenheit, bis sie von Bill Speidel, einem Kolumnist der Seattle Times und Denkmalschützer, im Jahr 1964 inspiziert wurden. Seit 1965 können sie in »Bill Speidel’s Underground Tour« besichtigt werden.



Auf alten Fotos und Zeichnungen kann man dabei Seattle vor dem Brand und während des Wiederaufbaus sehen.


Vor dem großen Brand war Pioneer Square das Zentrum Seattles. Die nach dem Brand gebauten Häuser sollten in den 1960er Jahren im Rahmen einer Stadtsanierung durch Parkhäuser ersetzt werden, was durch Bill Speidel und andere Denkmalschützer verhindert werden konnte. Seit 1970 gehört Pioneer Square zum National Register of Historic Places.


Am 28.09.2025 habe ich Seattle mit dem Kreuzfahrtschiff Discovery Princess verlassen und bin zunächst nach Alaska und dann über den Pazifik nach Tokio gefahren. Neben der Discovery Princess stand am Pier in Seattle noch ein anderen Kreuzfahrtschiff, das ebenfalls nach Tokio fuhr.



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