30.06.2025–08.07.2025
Manaus ist die Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amazonas. Die Stadt liegt am Rio Negro, der hier in den Amazonas mündet. Direkt am Hafen, wo auch die »Rondônia« angelegt hatte, steht das frühere Zollhaus Alfândega. Es steht unter Denkmalschutz.

Nicht weit entfernt vom Hafen befindet sich die Catedral Metropolitana Nossa Senhora da Conceição, die zwischen 1858 und 1877 gebaut wurde.

Während des Kautschukbooms war Manaus das Zentrum des Kautschukhandels. Während dieser Zeit leistete sich die Elite der Stadt ein imposantes Opernhaus, das Teatro Amazonas. Die erste Opernaufführung fand am 7. Januar 1897 statt. Allerdings musste das Teatro Amazonas bereits 1907 wegen des Kurssturzes bei Kautschuk wieder schließen. Nach mehreren Restaurierungen wurde es dann am 17. März 1990 wieder eröffnet und kann in einer Führung besichtigt werden. Leider stand gerade keine Opernaufführung auf dem Programm.


Berühmt ist die Kuppel auf dem Dach des Opernhauses mit seinen 36000 Kermikfliesen in den Farben der brasilianischen Flagge. Die Geschichte des Teatro Amazonas war Vorlage für den Film »Fitzcarraldo« von Werner Herzog aus dem Jahr 1982 mit Klaus Kinski in der Hauptrolle. Ein Teil am Anfang des Films wurde im Teatro Amazonas gedreht.

Das Opernhaus befindet sich am Largo de São Sebastião, einem Platz im historischen Zentrum von Manaus.



Abends erwacht der Largo de São Sebastião zum Leben. In einigen Restaurants gibt es Live-Musik.

An der Praça Dom Pedro II befinden sich zwei weitere historische Gebäude. Der Paço da Libertade war früher das Rathaus und ist heute ein Museum. Der Palácio Rio Branco ist heute ein Kulturzentrum.


Weitere Gebäude aus der Belle Époque Brasiliens sind das frühere Gerichtsgebäude Palácio da Justiçia, der Palácio Rio Negro des deutschen Kautschukhändlers Waldemar Scholz und das Teatro da Instalação mit seinen portugiesischen Fliesen, in dem sich früher das Geschäft Casa Havaneza befand.



Der Mercado Municipal wurde nach dem Vorbild der Pariser Markthallen gebaut. Die Pläne für die Eisenkonstruktion stammen von Gustave Eiffel.

Eine Dschungel-Tour
02.07.2025–05.07.2025
Von Manaus aus kann man mehrtägige Touren in den Amazonas-Regenwald unternehmen. Ich habe eine solche Tour bei »Amazon Antonio Jungle Tour« gebucht. Am frühen Morgen fuhren wir zunächst etwa zweieinhalb Stunden mit einem Van vom Hostel aus zu einer Bootsanlegestelle in der Nähe eines Dorfes namens Lindóia am Rio Urubu, einem nördlichen Nebenarm des Amazonas. Mit dem Boot ging es dann weitere 45 Minuten stromaufwärts bis zur Dschungel-Lodge. Kurz nachdem das Boot losgefahren war, fing es auch schon an zu regnen.

Bei Ankunft an der Lodge hatte der Regen dann wieder aufgehört. Antonios Lodge ist ziemlich komfortabel, und ich hatte ein Einzelzimmer mit Bad. Im Restaurant der Lodge gab es dreimal täglich Mahlzeiten.




Kurz nach dem Mittagessen machten wir dann eine Bootstour auf Nebenarmen des Rio Urubu. In der Regenzeit kann man hier mit dem Boot durch einen überfluteten Wald fahren.





Im Rio Urubu gibt es Piranhas, die man mit genügend Geschick angeln kann. Die Piranhas in den Nebenarmen des Rio Urubu sind allerdings ziemlich klein und daher ungefährlich. Die großen Piranhas gibt es nur im Hauptarm des Rio Urubu. Ich hatte kein Geschick und habe keinen Piranha gefangen.

Die Bootstour dauerte bis zum Sonnenuntergang, der bereits gegen 18:00 Uhr war.

Die geangelte Piranhas gab es dann zum Abendessen. Sie waren allerdings wirklich ziemlich klein.


Der Sonnenaufgang am nächsten Tag war um 5:30 Uhr.

An diesem Morgen machten wir eine Wanderung durch den Regenwald. Zum Ausgangspunkt der Wanderung fuhren wir wieder mit dem Boot.


Auf der Wanderung gab es informative Erklärungen über den Regenwald. Leider haben wir keine Tiere gesehen.


Die folgende Nacht haben wir in Hängematten im Dschungel verbracht. Zunächst fuhren wir erneut mit dem Boot. Von der Bootsanlegestelle war es dann noch eine Stunde Fußmarsch bis zum Nachtlager.




Leider fing es schon wieder an zu regnen, und nachts war dann statt der erwarteten angenehmen Geräusche des Regenwalds nur die Geräusche des starken Regens zu hören. Am nächsten Morgen hatte der Regen immer noch nicht aufgehört, und wir mussten die Stunde zurück zur Bootsanlegestelle in strömendem Regen zurücklegen.

Im Laufe des Vormittags hörte der Regen dann auf, und die Bootstour am Nachmittag verlief glücklicherweise im Trockenen.


Auf dieser Bootstour haben wir dann mehrere Tukane und einen Rabengeier gesehen.



Weitere Tiere des Regenwalds gab es am nächsten Morgen vor dem Frühstück auf einem Spaziergang in der Nähe der Lodge zu sehen.



Später am Vormittag gab es noch eine Bootsfahrt zu einer indigenen Familie in einem Dorf der Umgebung, bevor es nach dem Mittagessen wieder zurück nach Manaus ging.


Leider war das Dschungelabenteuer ziemlich verregnet, und wir haben nicht so viele Tiere gesehen, wie ich gehofft hatte.

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