08.07.2025–14.07.2025
In Brasilien wird der Rio Amazonas zwischen Manaus und der kolumbianischen Grenze Rio Solimões genannt. Für die sechstägige Fahrt von Manaus nach Tabatinga habe ich mir diesmal eine klimatisierte Kabine mit eigenem Bad geleistet. Das Schiff hieß »Samaúma«, benannt nach einem Regenwaldbaum, der bis zu 90 Meter groß werden kann und für die indigenen Völker des Amazonasgebiets heilig ist.

Ich konnte das Schiff bequem in meiner Unterkunft in Manaus buchen. Morgens wurde ich dann sogar zum Hafen gefahren, wo mir nach dem Einchecken meine Kabine mit Balkon gezeigt wurde.


Auf der »Samaúma« gab es viel weniger Kabinen, als auf meinen beiden vorherigen Amazonas-Schiffen. Sie lagen alle am Ende eines Hängemattendecks.

Am anderen Ende des Hängemattendecks befand sich die Kantine. Das Essen war diesmal im Fahrpreis enthalten und wurde manchmal auch auf richtigen Tellern serviert. Passagiere, die eine Kabine gebucht hatten, waren VIP und kamen als erste dran. Zu den Mahlzeiten klopfte die Kantinenfrau an die Kabinentür und lud persönlich zum Essen ein.

Unten im Schiff war der Laderaum.

Am Hafen in Manaus habe ich auch wieder die »Amazon Star« gesehen, die regelmäßig zwischen Manaus und Belém verkehrt. Sie war immer noch für das bereits zu Ende gegangene Parintins-Festival bunt geschmückt.

Am Nachmittag fuhr die Samaúma um halb vier Uhr mit dreieinhalbstündiger Verspätung los.



Zunächst ging es vorbei an Pfahlbausiedlungen durch den kleinen Furo do Paracuúba, der den Rio Negro, an dem Manaus liegt, mit dem Rio Solimões verbindet.




Dann ging die Fahrt auf dem Rio Solimões weiter.


Etwa eine Stunde später kamen wir an der Pfahlbausiedlung Santa Luzia vorbei.

An den ersten drei Tagen der Fahrt auf dem Rio Solimões gab es keinen einzigen Zwischenstopp.





Am nächsten Morgen waren die Fischer bereits auf dem Fluss.


Auch an diesem und dem nächsten Tag ging es ohne Stopp weiter. Bei klarem Himmel gab es schöne Spiegelungen im Fluss.






Den erste Stopp auf der Fahrt gab es am folgenden Morgen kurz nach zwei Uhr in Fonte Boa. Irgendwie hatten wir die Verspätung jetzt wieder aufgeholt und waren laut Fahrplan sogar vier Stunden zu früh in Fonte Boa. Es waren jetzt zwar bereits etwa drei Viertel der Strecke nach Tabatinga zurückgelegt, aber von nun an kamen mehrere Stopps, die die Weiterfahrt verzögerten.

Gegen Mittag legten wir am Hafen von Jutaí an, wo das Schiff etwa eine Stunde blieb.


Am späten Abend gab es einen Stopp bei Tonantins, und am nächsten Morgen waren wir dann bereits in Santo Antonia do Içá angekommen, wo das Schiff den ganzen Tag über bis zum Nachmittag blieb.

Am Hafen von Santo Antonio do Içá habe ich ein besonders komfortables Schiff, die »Amazônia«, gesehen. Sie war ebenfalls auf dem Weg von Manaus nach Tabatinga und hatte sogar einen Fitnessraum.


Am Nachmittag ging es weiter nach Amaturá, wo wir gegen halb acht Uhr abends ankamen und bis kurz vor Mitternacht blieben.




Der nächste Stopp war am nächsten Morgen in São Paulo de Olivença, wo ich auch die »Amazônia« wieder gesehen habe. Ich war schon neidisch, nicht mit diesem Schiff gefahren zu sein.



Dann ging es den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang weiter auf dem Rio Solimões.


Am nächsten Morgen bei Sonnenaufgang waren wir bereits in Benjamin Constant angekommen, einem größeren Ort ganz in der Nähe von Tabatinga. Benjamin Constant liegt am Rio Javari, der hier in den Rio Solimões mündet.


Das Schiff sollte bis zum frühen Abend in Benjamin Constant bleiben. Deshalb stiegen hier bereits fast alle Passagiere aus und nahmen ein Schnellboot nach Tabatinga, das von einem grünen Haus am Hafen abfuhr. Ich hätte zwar auch bis zum Abend auf dem Schiff bleiben können, aber da die Kantine bereits drauf und dran war, zu schließen, habe ich mich dann auch für das Schnellboot entschieden. Die Fahrt dauerte etwa eine halbe Stunde.




Tabatinga an liegt im Dreiländereck Tres Fronteras zwischen Brasilien, Kolumbien und Peru. Von der Anlegestelle aus bin ich mit Motoradtaxi und Tuk-Tuk direkt zu meiner Unterkunft in Leticia in Kolumbien gefahren, ohne dass ich dabei irgendeine Grenzkontrolle passieren musste. Am Nachmittag habe ich dann noch eine Tuk-Tuk-Fahrt zu den beiden Grenzposten gemacht, um mir die notwendigen Aus- und Einreisestempel zu holen.

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