18.06.2025–21.06.2025
Mehrmals in der Woche fahren Schiffe auf dem Amazonas von Belém nach Manaus und zurück. Am Mittwoch startete die »Amazon Star« in Belém ihre fünftägige Fahrt nach Manaus. Flussaufwärts dauert es etwas länger als flussabwärts; von Manaus nach Belém dauert die Fahrt nur vier Tage. Ich habe zunächst nur drei Tage bis nach Santarém gebucht.

Man kann auf dem Schiff entweder eine klimatisierte Kabine buchen oder die Nächte an Deck in der eigenen Hängematte verbringen. Ich habe mich für die Hängemattenklasse entschieden und meine Hängematte vorab in Belém auf dem Markt gekauft. Beim Einchecken bekam man ein Armband in einer Farbe, die den Zielort, in meinem Fall Santarém, anzeigt. Auf dem Schiff reihte sich auf dem Deck bereits eine Hängematte neben der anderen. Aber auch die zahlreichen Kabinen waren gut belegt. Es schlief sich in der Hängematte ganz gut, und aufgrund des Fahrtwindes war auch die Hitze gut zu ertragen. Man sollte sich allerdings bereits einige Stunden vor der Abfahrt einen guten Platz sichern, und bei meiner Ankunft auf dem Schiff hat mir dann auch ein Mitreisender sofort gezeigt, wo es am meisten Fahrtwind gegen die Hitze gibt. Auch ein großer klimatisierter Raum für Hängematten war vorhanden; dieser war allerdings bereits belegt, größtenteils von Familien. Die Toiletten und Duschen auf dem Schiff wurden mehrmals am Tag gereinigt. Insgesamt waren die hygienischen Verhältnisse auf dem Schiff viel besser, als ich befürchtet hatte.

Dreimal am Tag gab es in einer kleinen Kantine Essen, das nicht im Fahrpreis enthalten war und separat gekauft werden musste. Per Lautsprecher wurde man auf Portugiesisch und auf Englisch informiert, wann das Essen fertig war. Man hatte täglich die Auswahl zwischen Fisch, Fleisch und Hühnchen. Dazu gab es Reis und ein wenig Salat, alles in Einmalgeschirr mit Plastikbesteck. Oben auf dem Schiff gab es noch eine Bar, in der man Sandwiches und Bier kaufen und den Sonnenuntergang genießen konnte. Die Bar war erst ab Mittag geöffnet.

Der Morgen nach der ersten Nacht in der Hängematte begann mit einem Sonnenaufgang über dem Amazonas.

Die Fahrt verlief an diesem Tag durch kleinere Nebenarme des Amazonas.








Manchmal kam uns auch ein anderes Hängemattenschiff entgegen. Die meisten solcher Schiffe waren allerdings bedeutend kleiner als die »Amazon Star«.

Die Landschaft änderte sich bis zum Nachmittag kaum.

Irgendwann stiegen Passagiere über ein kleineres Boot ein- und aus.

Auch am Morgen des zweiten Tages ging wieder die Sonne auf.

Jetzt ging die Fahrt auf dem breiten Hauptarm des Amazonas weiter.


Auch Container werden auf dem Amazonas befördert.

Bis zum Nachmittag hatte sich immer noch nicht viel geändert.

Dann wurde das Schiff für ein kurz bevorstehendes Festival dekoriert, das jedes Jahr in der letzten Juniwoche in der Stadt Parintins stattfindet. Auf dem Parintins-Festival konkurrieren zwei Parteien in einem Tanzspiel, das Bumba-meu-boi heißt, miteinander. Parintins liegt zwischen Santarém und Manaus, und viele auf dem Schiff waren auf dem Weg zum Festival.


Noch einmal ging die Sonne unter, bevor das Schiff am nächsten Morgen in Santarém ankam.

In Santarém war das Schiff dann bereits gegen ein Uhr morgens, zwei Stunden früher als vorgesehen. Da es dort einen längeren Aufenthalt gab, konnte ich jedoch noch in meiner Hängematte bleiben, bis es hell wurde. Auch gefrühstückt habe ich noch auf dem Schiff.

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