Die Grenzen der Welt

Eine Welterkundung


Olinda

Olinda

25.05.2025–29.05.2025

Von Sal­va­dor de Bahia ging es wei­ter in Rich­tung Nor­den nach Olin­da. Der Nacht­bus fuhr nur bis zur etwa elf Kilo­me­ter ent­fern­ten grö­ße­ren Stadt Reci­fe, von wo aus Olin­da dann leicht mit Uber zu errei­chen war. Der Bus­bahn­hof von Reci­fe lag aller­dings noch ein­mal eini­ge Kilo­me­ter west­lich des Zen­trums von Reci­fe, so dass die gesam­te Stre­cke bis Olin­da etwa zwan­zig Kilo­me­ter betrug.

Olin­da liegt im Bun­des­staat Per­nam­bu­co, der zwi­schen 1630 und 1654 zu Nie­der­län­disch-Bra­si­li­en gehör­te. Auf deutsch heißt Olin­da »O wie schön«, und tat­säch­lich ist Olin­da eine schö­ne Stadt mit baro­cker Archi­tek­tur. Die Alt­stadt ist seit 1982 UNESCO-Welt­erbe. Abends kann man sich hier in zahl­rei­chen Bars bei Live-Musik betrin­ken. Manch­mal sieht man dabei auch irgend­wel­che kar­ne­vals­ähn­li­chen Umzü­ge.

Olin­da liegt zwar am Meer, hat aber kei­nen schö­nen Strand und auch kei­ne sehens­wer­te Ufer­pro­me­na­de. Das Zen­trum Olin­das liegt viel­mehr auf der Anhö­he Alto da Sé, die man auf einer stei­len Stra­ße, der Ladei­ra da Mise­ricór­dia, erreicht. Oben kommt man an der Igre­ja da Mise­ricór­dia an.

Vom Alto da Sé aus hat man eini­ge schö­ne Aus­bli­cke auf die Stadt mit ihren vie­len Kir­chen.

Auch die moder­ne Stadt Reci­fe kann man vom Alto da Sé aus sehen.

Die recht schlich­te Haupt­kir­che Olin­das, die Cate­dral da Sé, befin­det sich eben­falls auf dem Alto da Sé. Ihre Fas­sa­de wur­de mehr­mals bis zur Unkennt­lich­keit umge­stal­tet, bis sie schließ­lich in einer Reno­vie­rung zwi­schen 1974 und 1976 wie­der in ihren ursprüng­li­chen Zustand ver­setzt wur­de.

Pre­to Vel­ho ist eine Sam­ba­schu­le in Olin­da, in der man am Wochen­en­de auch Live-Musik hören kann. Ich war am Sams­tag­abend da, und es war sehr voll. Bier gab es natür­lich auch.

Sehens­wert ist fer­ner der Con­ven­to de São Fran­cis­co von 1585, der ältes­te Kon­vent des Fran­zis­ka­ner­or­dens in Bra­si­li­en.

Die Wän­de im Kreuz­gang sind mit por­tu­gie­si­schen Flie­sen ver­se­hen.

Die Igre­ja do Car­mo ist die ältes­te Kir­che des Kar­me­li­ter­or­dens in Ame­ri­ka. Ihr Bau begann um 1580. Lei­der ist sie ziem­lich ver­fal­len.

Der Sob­ra­do Mou­ris­co ist ein Gebäu­de im mau­ri­schen Stil. Es steht an der Pra­ça João Alfre­do.

Von da aus kann man auf der Rua 27 de Janei­ro zum Palá­cio dos Gover­na­do­res und wei­ter auf der Rua de São Ben­to zur Basí­li­ca e Mos­tei­ro de São Ben­to gehen. Letz­te­re war lei­der wegen Reno­vie­rungs­ar­bei­ten geschlos­sen.

Von Olin­da han­delt Fol­ge 178 der Rei­he »Erbe der Welt—Schätze der Mensch­heit« mit dem Titel »Olinda—Stadt der Klös­ter«.


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