12.08.2024–15.08.2024
Etwa vier Busstunden südlich von Quito liegt auf 2750 Metern Höhe die Stadt Riobamba. Sie wird hauptsächlich wegen der umliegenden Vulkane besucht. Ich fand die Stadt selbst allerdings ebenfalls sehenswert. Im Zentrum liegen der Parque Maldonado mit der Catedral de San Pedro und der Parque Sucre mit dem Colegio Maldonado und dem Teatro León. Am Plaza Roja gibt es einen lokalen Kleidermarkt. Riobamba wurde zwar bereits 1534 gegründet, ist jedoch 1797 durch ein Erdbeben vollständig zerstört worden. Hier einige Bilder aus Riobamba.














Der Vulkan Chimborazo
13.08.2024
Riobamba liegt in der Nähe des Vulkans Chimborazo. Wegen seiner Äquatornähe ist dieser Vulkan vom Erdmittelpunkt aus gemessen der höchste Berg der Welt, höher als der Mount Everest. Der öffentliche Bus benötigt von Riobamba aus bis zum Eingang des Nationalparks Chimborazo etwa eine Stunde. Als ich aus dem Bus ausgestiegen bin, herrschte dort ein starker Wind, und ich habe mich gefragt, wie es dann wohl oben sein würde.
Vom Parkeingang auf etwa 4300 Metern Höhe sind es noch etwa acht Kilometer auf einer leicht ansteigenden Straße bis zum Refugio Carrel, einer Hütte auf etwa 4800 Metern Höhe. Man kann diesen Weg zwar zu Fuß gehen, aber bereits am Abend vorher hatte man mir im Hostel gesagt, dass ich am Eingang des Nationalparks leicht eine Mitfahrgelegenheit finden würde. So war es dann auch, und ich bin mit einem deutschen Ehepaar im Auto die acht Kilometer bis zur Hütte gefahren (der Mann hatte wie ich am Mathematischen Institut in Münster studiert, allerdings Informatik und nicht Mathematik). Oben angekommen, war der Wind dann bedeutend schwächer. Allerdings war es kalt und die Mütze und die Handschuhe, die ich mir am Cotopaxi gekauft hatte, konnte ich hier wieder gut gebrauchen. Ansonsten hatte ich mit dem Wetter diesmal viel Glück und es gab eine klare Sicht auf den Vulkan.


Am Refugio Carell begann dann der Aufstieg zum Refugio Whymper auf etwa 5000 Metern Höhe.




Vom Refugio Whymper aus kann man noch zur Laguna Condor Cocha hinaufsteigen. Diese auf 5100 Metern Höhe gelegene kleine Lagune fand ich allerdings nicht besonders sehenswert.


Wenn man bis zum Gipfel des Vulkans hinauf will, muss man vorher im Refugio Whymper übernachten und am nächsten Morgen bereits im Dunkeln aufbrechen. Das war mir allerdings zu anstrengend und ich habe nur den Tagesausflug bis zur Lagune gemacht. Beim Abstieg zum Refugio Carrel gab es noch einmal eine gute Sicht auf den Vulkan.


Am Parkeingang musste ich noch etwa eine viertel Stunde bei jetzt wieder starkem Wind auf den Bus zurück nach Riobamba warten.

Schreibe einen Kommentar