Die Grenzen der Welt

Eine Welterkundung


San Salvador

San Salvador

14.04.2024–16.04.2024

Um von Gra­ci­as nach San Sal­va­dor zu fah­ren, nimmt man zunächst den Bus nach San­ta Rosa de Copán, dort einen Bus nach Nue­va Ocote­pe­que und dann ein Coll­ec­tivo zur Gren­ze nach El Poy. Nach dem Grenz­über­gang, der pro­blem­los ver­lief, ging es dann wei­ter mit einem Bus nach San Sal­va­dor. Dort muss­te ich noch ein Taxi neh­men, da der Bus­bahn­hof Ter­mi­nal de Ori­en­te, wo der Bus ankam, zu weit von mei­nem Hos­tel ent­fernt war. Die gesam­te Fahrt von Gra­ci­as bis zu mei­nem Hos­tel dau­er­te etwa neun Stun­den.

In San Sal­va­dor gibt es nicht viel zu sehen. Da die Stadt mehr­mals von Erd­be­ben zer­stört wur­de, sind die meis­ten Gebäu­de recht neue­ren Datums. So wur­de die Kathe­dra­le von San Sal­va­dor erst im Jah­re 1999 fer­tig­ge­stellt. In einer Kryp­ta unter­halb der Kathe­dra­le befin­det sich das Grab des 1980 ermor­de­ten Erz­bi­schofs von San Sal­va­dor Óscar Rome­ro. Der Erz­bi­schof trat für sozia­le Gerech­tig­keit ein und galt als Anhän­ger der Befrei­ungs­theo­lo­gie. Im Jah­re 2018 wur­de er von Papst Fran­zis­kus hei­lig­ge­spro­chen.

Sehen­wert sind in San Sal­va­dor viel­leicht noch die Pla­za Libert­ad und die Igle­sia del Rosa­rio, eine moder­ne Kir­che aus den sieb­zi­ger Jah­ren.

In El Sal­va­dor ist seit 2001 der US-Dol­lar offi­zi­el­le Wäh­rung. Der der­zei­ti­ge Prä­si­dent Nay­ib Buke­le führ­te im Jah­re 2021 zusätz­lich den Bit­co­in als zwei­te offi­zi­el­le Wäh­rung ein. Bezah­len kann man damit mit­tels einer App auf dem Smart­phone. Fast alle bezah­len aber lie­ber wei­ter mit dem Dol­lar.

Frü­her war El Sal­va­dor eines der unsi­chers­ten Län­der Mit­tel­ame­ri­kas. Heu­te gilt es als eines der sichers­ten. Anhän­ger Buke­les füh­ren das auf des­sen Poli­tik der Ban­den­be­kämp­fung zurück. Aus die­sem Grund ist Buke­le unter den Sal­va­do­ria­nern auch außer­or­dent­lich beliebt. Laut Wiki­pe­dia-Arti­kel ist die Ban­den­kri­mi­na­li­tät aller­dings schon vor der Amts­zeit Buke­les zurück­ge­gan­gen.

Nach Mas­sa­kern in den drei­ßi­ger Jah­ren des vori­gen Jahr­hun­derts leben in El Sal­va­dor, anders als z.B. im Nach­bar­start Gua­te­ma­la, heu­te nur noch weni­ge Indi­ge­ne. Laut Wiki­pe­dia-Arti­kel liegt ihr Anteil bei nur einem Pro­zent.


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