Die Grenzen der Welt

Eine Welterkundung


Mit dem Chepe von Los Mochis nach Chihuahua: Chihuahua

29.10.2023–31.10.2023

Am spä­ten Abend des 29. Okto­ber 2023 kam der Che­pe Regio­nal in Chi­hua­hua, dem End­punkt der Che­pe-Eisen­bahn­li­nie, an. Am nächs­ten Mor­gen hat­ten sich die Tem­pe­ra­tu­ren in Chi­hua­hua merk­lich abge­kühlt, von vor­mals über 30 Grad auf jetzt unter 10 Grad.

Chi­hua­hua und der Nor­den Mexi­kos ist »Cow­boy­land«. Im Zen­trum Chi­hua­hu­as gibt es zahl­rei­che Läden mit einem reich­hal­ti­gen Ange­bot an Cow­boy­stie­feln. Die Anzahl an VW-Käfern ist dage­gen seit mei­nem ers­ten Mexi­ko-Besuch vor fünf­zehn Jah­ren merk­lich gesun­ken. Eine Stadt­be­sich­ti­gung Chi­hua­hu­as kann man mit einer Art Tou­ris­ten­bus mit dem Namen »Tro­le­bus« (obwohl er kein Ober­lei­tungs­bus ist) machen.

Die Stadt und der Bun­des­staat Chi­hua­hua spiel­ten eine bedeu­ten­de Rol­le in der Mexi­ka­ni­schen Revo­lu­ti­on. Zeit­wei­se waren sie die Ope­ra­ti­ons­ba­sis des popu­lä­ren Revo­lu­tio­närs Fran­cis­co Vil­la, genannt Pancho Vil­la. Das Haus auf sei­ner Haci­en­da Canu­til­lo ist heu­te ein Muse­um, das Museo His­tóri­co de la Revo­lu­ción. Luz Cor­ral, die Wit­we Fran­cis­co Vil­las, leb­te hier bis zu ihrem Tod am 6. Juli 1981. Im Hof des Muse­ums befin­det sich das Auto, in dem Fran­cis­co Vil­la am 20. Juli 1923 erschos­sen wur­de. Wenn man genau hin­sieht, kann man es auf dem unte­ren Bild sehen.

Die Quin­ta Game­ros ist heu­te eben­falls ein Muse­um, das Museo del Cen­tro Cul­tu­ral Uni­ver­si­ta­rio Quin­ta Game­ros. Bekannt ist das Gebäu­de durch sein Jugend­stil-Design. Frü­her gehör­te es einem gewis­sen Manu­el Game­ros Ron­quil­lo, der nach der Mexi­ka­ni­schen Revo­lu­ti­on in die USA geflo­hen ist.

Im Pala­cio de Gobier­no befin­den sich Wand­ge­mäl­de, auf denen u a. die mexi­ka­ni­schen Natio­nal­hel­den Miguel Hidal­go und Fran­cis­co Vil­la zu sehen sind. Ers­te­rer ist hier am 30. Juli 1811 hin­ge­rich­tet wor­den. In der Hal­le des Palasts wur­de bei mei­nem Besuch bereits der bevor­ste­hen­de Día de Muer­tos vor­be­rei­tet, der offi­zi­ell am 1. Novem­ber ist, tat­säch­lich aber über eine län­ge­re Zeit­dau­er hin­weg gefei­ert wird.

Im übri­gen gibt es auch noch eine Hun­de­ras­se mit dem Namen Chi­hua­hua, die nach der gleich­na­mi­gen mexi­ka­ni­schen Regi­on (oder umge­kehrt?) benannt ist.

Vom Bus­bahn­hof in Chi­hua­hua fah­ren regel­mä­ßig Fern­bus­se in den Süden Mexi­kos. Ich bin von hier aus mit einem neun­zehn­stün­di­gen Nacht­bus nach Gua­d­a­la­ja­ra gefah­ren. Der Bus soll­te eigent­lich am spä­ten Abend des 31. Okto­ber los­fah­ren, hat­te aber eine Stun­de Ver­spä­tung und star­te­te in Chi­hua­hua somit erst am nächs­ten Mor­gen gegen 0:30 Uhr. Der Bus war kaum besetzt und der Platz neben mir frei, so dass ich in der Nacht eini­ger­ma­ßen schla­fen konn­te.


Beitrag veröffentlicht

in

von

Schlagwörter:

Kommentare

2 Antworten zu „Mit dem Chepe von Los Mochis nach Chihuahua: Chihuahua“

  1. Avatar von Klaus
    Klaus

    Hal­lo Bernd,
    es erfreut immer wie­der den Ver­lauf dei­ner Rei­se in den Berich­ten zu ver­fol­gen.

    10 Grad sind gegen­über den aktu­el­len Tem­pe­ra­tu­ren hier ja noch ange­nehm – im Süden wird’s bestimmt wie­der wär­mer.

    Vie­le Grü­ße aus dem Win­ter­wun­der­land Mün­chen
    (Schnee­hö­he auf mei­nem Bal­kon 40 cm)
    Klaus

    1. Avatar von Bernd Rellermeyer

      Hal­lo Klaus,
      ich bin mit den Arti­keln etwas in Ver­zug. Seit fünf Wochen ler­ne ich jetzt Spa­nisch im schö­nen Ort Gua­na­jua­to.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert