27.10.2023–29.10-2023
Der kleine Ort Creel ist der Endpunkt des Chepe-Express. Obwohl der vom Tourismus geprägte Ort auf mich keinen besonders sehenswerten Eindruck gemacht hat, ist er dennoch ein sogenanntes »Pueblo Mágico«. Wenn man sich längere Zeit in Creel aufhält, kann man mit einem Auto landschaftlich interessante Touren in die nähere Umgebung machen.

Ich war allerdings nur zwei Tage in Creel, habe mir bei meiner Unterkunft ein Fahrrad ausgeliehen und bin bis zum nahe gelegenen Arareco-See geradelt. Der Weg führte zunächst durch ein touristisches Gebiet, an deren Zufahrten man eine Eintrittsgebühr zahlen musste, vorbei an dem kleinen Ort San Ignacio mit einer alten Missionskirche aus dem 18. Jahrhundert. Die Strecke von San Ignacio bis zum Arareco-See war nur zum Teil mit dem Fahrrad befahrbar und ich musste das Fahrrad des Öfteren tragen.






Übernachtet habe ich in Creel habe in einer Unterkunft mit dem Namen »Hotel Ecológico Temazcal«. Am Samstagabend gab es hier ein aztekisches Dampfbad, ein sogenanntes Temazcal. Geleitet wurde das Temzcal von einer Mexikanerin. Zunächst wurde im Freien eine Art Ritual vollzogen. Anschließend ging es in eine kleine Sauna im Hotel. Verglichen mit einer finnischen Sauna war es hier zwar nicht außerordentlich heiß, aber dafür blieben wir etwa eine ganze Stunde in dem Raum. Ab und zu machte die Leiterin des Temazcal Aufgüsse und erzählte uns irgend etwas. Es wurde auch diskutiert, worüber weiß ich aber nicht. Außer mir haben noch ein US-Amerikaner, ein Brite und drei Mexikanerinnen an dem Temazcal teilgenommen. Ich war darunter allerdings der Einzige, der kein Wort Spanisch verstanden hat. Nach dem Temazcal gab es dann noch eine Tasse Tee.
Am späten Nachmittag des nächsten Tages ging es dann mit dem »Chepe Regional« weiter nach Chihuahua. Dieser Teil der Chepe-Strecke wird nur von wenigen Touristen gemacht, ist landschaftlich nicht besonders reizvoll und verläuft größtenteils im Dunkeln. Der Zug hatte wieder einmal eine Stunde Verspätung.



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