Die Grenzen der Welt

Eine Welterkundung


Grand Canyon

Ein Ausflug zum Grand Canyon

18.09.2023–23.09.2023

Amtrak hat eine eige­ne Rei­se­agen­tur mit dem Namen »Amtrak Vaca­ti­ons«, die u. a. Rei­sen von Los Ange­les zum Grand Can­yon im Pro­gramm hat. Ich hat­te eine sol­che Rei­se bereits im Vor­aus gebucht. Das Rei­se­pa­ket ent­hält drei Über­nach­tun­gen, zwei in Wil­liams und eine am Grand Can­yon. Am Abend des 18. Sep­tem­ber 2023 ging es zunächst mit dem »Sou­thwest Chief« von Los Ange­les nach Flag­staff und am nächs­ten Mor­gen mit einem Shut­tle­bus names »Rou­te 66 Express« wei­ter nach Wil­liams. Frü­her konn­te man den Bahn­hof »Wil­liams Junc­tion« direkt mit dem Zug errei­chen. Heu­te fährt nach Wil­liams nur noch der Shut­tle­bus.

Die Sit­ze der Coach-Klas­se sind in Amtrak-Zügen außer­or­dent­lich kom­for­ta­bel und die Bein­frei­heit sehr groß. Mein Zug war nicht aus­ge­bucht und der Sitz neben mir frei. Somit konn­te ich nachts im Zug eini­ger­ma­ßen gut schla­fen.

Mor­gens gegen halb sechs kam der Shut­tle­bus am »Grand Can­yon Rail­way Hotel« im klei­nen Ort Wil­liams an. Ich konn­te mein Zim­mer für die kom­men­de Nacht sofort bezie­hen. Für die­je­ni­gen, die noch am sel­ben Tag zum Grand Can­yon wei­ter­reis­ten, stand im Hotel fri­scher Kaf­fee bereit.

Wil­liams ist das Tor zur Besich­ti­gung des Grand Can­yons. Täg­lich fährt ein Tou­ris­ten­zug der »Grand Can­yon Rail­way« mor­gens zum Grand Can­yon und nach­mit­tags zurück. Die­sen Eisen­bahn­ver­kehr gibt es bereits seit 1901; er wur­de aller­dings zwi­schen 1969 und 1989 ein­ge­stellt. Ansons­ten hat Wil­liams nicht viel zu bie­ten. Mit­ten durch die Stadt führt die ehe­ma­li­ge »Rou­te 66«, die hier beson­ders groß gefei­ert wird. Über­all konn­te man »Rou­te 66«-Souvenirs kau­fen. Auch eini­ge Old­ti­mer fuh­ren oder stan­den her­um.

Am Mor­gen des nächs­ten Tages, nach einem Früh­stück im »Fred Har­vey Restau­rant«, ging es dann mit dem Tou­ris­ten­zug der »Grand Can­yon Rail­way« zum Grand Can­yon. Vor­her gab es am Bahn­hof noch eine Cow­boy-Show, bei der das Gute in Gestalt des She­riffs über das Böse sieg­te und die Bösen am Ende alle tot waren. Um 9:15 Uhr wur­de dann ein­ge­checkt und um 9:30 Uhr fuhr der Zug los. Für Kin­der wur­den Mal­blö­cke gegen die Lan­ge­wei­le aus­ge­teilt. Von der zwei­ein­vier­tel­stün­di­gen Fahrt waren näm­lich nur die letz­ten zehn Minu­ten inter­es­sant, nach­dem der Zug die Gren­ze zum Natio­nal­park pas­siert hat­te. Man konn­te dann vom Zug aus sogar Elche sehen. Gegen Mit­tag kam der Zug dann am Grand Can­yon an.

Am Grand Can­yon wur­den Bus­fahr­ten ange­bo­ten, auf denen eini­ge Aus­sichts­punk­te ange­fah­ren wur­den. Es gab eine drei­stün­di­ge mit Lunch und eine zwei­stün­di­ge ohne Lunch. Ich habe die mit Lunch genom­men, da ich ja genug Zeit am Grand Can­yon hat­te. Falls man am sel­ben Tag wie­der zurück nach Wil­liams fährt, soll­te man bes­ser die ohne Lunch wäh­len. Lunch gab es in der »Mas­wik Lodge«, in der ich auch über­nach­tet habe. Eigent­lich hät­te ich mir die Bus­fahrt ganz spa­ren kön­nen, da ich die ange­fah­re­nen Aus­sichts­punk­te spä­ter noch ein­mal zu Fuß besucht habe.

Ent­lang des Grand Can­yons führt ein Fuß­weg, der soge­nann­te Rim Trail. Den bin ich zunächst in öst­li­che Rich­tung bis zum South Kai­bab Trail­head gegan­gen, der auch schon auf der vor­aus­ge­gan­ge­nen Bus­tour ange­fah­ren wur­de. Dort endet der befes­tig­te Teil des Rim Trails. Die Stre­cke vom Ver­kamp’s Visi­tor Cen­ter bis zum South Kai­bab Trail­head ist etwa sie­ben Kilo­me­ter lang.

Wei­ter bis zum Yaki Point, wo ich eben­falls bereits schon auf der Bus­tour gewe­sen bin, ging es mit einem Shut­tle­bus. Auf dem gesam­ten Rim Trail fah­ren den gan­zen Tag über kos­ten­lo­se Shut­tle­bus­se.

Der Son­nen­un­ter­gang am Yaki Point war etwas ent­täu­schend. Die Son­ne ver­barg sich hin­ter einer Wol­ke. Nach Son­nen­un­ter­gang ging es dann mit dem kos­ten­lo­sen Shut­tle­bus zur Mas­wik Lodge.

Am nächs­ten Mor­gen bin ich den Rim Trail dann in west­li­che Rich­tung gegan­gen. Die Stre­cke vom Bright Angel Trail­head zum Monu­ment Creek Vis­ta ist etwa acht Kilo­me­ter lang.

Am Monu­ment Creek Vis­ta endet wie­der der befes­tig­te Teil des Rim Trails. Für die wei­te­re Stre­cke bis nach Her­mi­t’s Rest habe ich den kos­ten­lo­sen Shut­tle­bus mit Zwi­schen­halt in Pima Point genom­men. Auch zurück bin ich mit dem Shut­tle­bus gefah­ren.

Am nächs­ten Tag, nach­mit­tags um 15:30 Uhr ging es dann mit dem Tou­ris­ten­zug zurück nach Wil­liams, wo der Zug pünkt­lich um 17:45 Uhr ankam. Auf der Rück­rei­se gab es die Cow­boy-Show direkt im Zug­ab­teil. In mei­nem Amtrak-Rei­se­pa­ket war dann noch ein Din­ner im »Fred Har­vey Restau­rant« ent­hal­ten. Nach einer wei­te­ren Nacht im »Grand Can­yon Rail­way Hotel« hat­te ich den nächs­ten Tag wie­der in Wil­liams zu ver­brin­gen, wo ich bereits alles gese­hen hat­te. Der Shut­tle­bus nach Flag­staff fuhr näm­lich erst abends um 19:00 Uhr. Der anschlie­ßen­de Zug zurück nach Los Ange­les hat­te dann auch noch zwei Stun­den Ver­spä­tung. Er kam aus Chi­ca­go.

Es gibt auch eine Fol­ge der Fern­seh­se­rie »Eisen­bahn-Roman­tik« über die »Grand Can­yon Rail­way«. Die in der Fol­ge gezeig­ten Dampf­loks fah­ren aller­dings nur an aus­ge­wähl­ten Tagen. An ande­ren Tagen fah­ren Die­sel­loks.


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